| Kunsthalle Palazzo | |
| Jean-Christophe Ammann zeigt | |
Elly Strik | Lucie Beppler | Anke Röhrscheid |
Presseberichte (folgen)
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Kurator, Konzept und Hängung: Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann, Frankfurt 1980 schrieb Jean-Christophe Ammann für den Jahresbericht der Kulturhaus Noch als Leiter des Kunstmuseums Luzern begegnete ich eines Tages dem Palazzo in einem Orientierungsschreiben. Die Bezeichnung stimmte mich mediterran: Vorstellung und Klang trug ich lange in mir herum. Aber erst in Basel ansässig, ging ich eines Tages nach Liestal und schaute ihn mir an, diesen Palazzo dem man eher südlich der Houston Street in New York als in Liestal zu begegnen gedenkt. Ich war sogleich etwas neidisch auf dieses frühere Postgebäude mit Ausstellungsräumen, Kino, Theater, Second-Hand und Bücherladen, Restaurant und der Eisenbahn direkt vor der Tür, so dass dem Unvorbereiteten im Café vor lauter Schrecken die Tasse aus der Hand fällt, wenn der Zug unvermutet vorbeidonnert. Ich hatte mir an diesem Frühlingsmorgen alle Räumlichkeiten angesehen und träumte von einem annähernd 24- Stunden Betrieb mit samstäglichen Flohmärits, Ländler-, Disco und New Wave-Nächten, Sonntagsschule, harten und weichen Filmen, mit Schüler- und Grauen Panthertreffs, mit Ankündigungen, Verkündigungen, Entlarvungen und Erheiterungen, etwa im Stil der Zürcher Gruppe „Luft und Lärm“, mit Dorftheater und einer Festivalambiance à la Nancy, und natürlich mit einer ständig wirksamen Cruisinghall. Spezialzüge sollten nicht am Bahnhof nebenan, sondern unmittelbar vor dem Palazzo halten, und die Besucher würden in heilloser Erwartung dem Ungewissen , aber stets Unerwarteten zustreben. Künstler sollten hier wohnen können, um ihre Ausstellungen vorzubereiten, und vielleicht bräuchte es noch ein türkisches Bad, um mit klarem Kopf und geschärfter Sinneswahrnehmung eindringliche Gespräche führen zu können.
Jean-Christophe Ammann Konservator der Kunsthalle Basel
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